Wahrheit
Wahrheit bedeutet für mich, zu meinem Verhalten und meinen Aussagen zu stehen.
Schon als Kind habe ich mich immer an die Wahrheit gehalten, auch wenn es teilweise unangenehm für mich selbst war.
In meiner Timeline – während eines FWW WerteWorkshops – haben sich in meinem bisherigen Leben mehrere Abschnitte gezeigt, welche von meinen obersten Werten „Wahrheit – Ehrlichkeit – Respekt“ geprägt wurden und zeigten, dass diese mich schon immer begleitet haben.
Durch diese Erkenntnis haben viele Ereignisse, die mir widerfahren sind, sowie persönliche Verletzungen einen Sinn ergeben.
So war ich nie gut bei Spielen, bei denen man durch Schwindeln oder sich Verstellen zum Ziel kommt. Das galt zum Beispiel bei einem Würfelspiel, bei dem man nur selbst die Punktzahl sah und sie wahrheitsgetreu oder auch nicht angeben konnte. Da war ich immer als Erste raus.
Auch bei Vorstellungsgesprächen hatte ich teilweise das Nachsehen, wenn ich mich nicht in einem besseren Licht darstellen konnte.
Überwiegend bin ich mit diesen Werten in meinem Leben auch sehr gut gefahren. Wenn ich mit meinen Mitarbeitern eine Herausforderung meistern oder Kunden die Wahrheit über ein z.B. nicht zu lieferndes Produkt mitteilen musste. Damit konnten sie besser umgehen und brauchten nicht rätseln, was los war. Im Gegenteil, wir konnten im Team schneller eine Lösung finden. Und dies war nicht nur in Deutschland so, sondern auch in anderen Ländern – beinahe weltweit – bei Unternehmen, die ich als Salesmanager, Berater, Trainer und Coach betreut habe.
Natürlich bin ich hin und wieder mit meiner Wahrheit und Ehrlichkeit angeeckt. Manch eine Person war nicht so begeistert, wenn ich ganz ehrlich meine Meinung kundgetan habe. Aber dafür ist das auch immer ehrlich gemeint, wenn ich jemand oder eine Situation gut finde und das zum Ausdruck bringe.
Ich fühle mich der Ehrlichkeit verpflichtet und wünsche mir dies auch von anderen. Ich kann mit der Wahrheit besser arbeiten, auch wenn es teilweise schmerzt.
Für mich verbindet Respekt immer auch Wahrheit und Ehrlichkeit. Denn nur wenn ich vor Menschen Respekt – also Achtung – habe, kann ich sie nicht anlügen. Und dies erwarte ich auch von anderen Menschen mir gegenüber und wenn ich diesen Respekt nicht bekomme, ziehe ich mich zurück.
Wenn ich bemerke, dass mich Personen anlügen, kann ich mit ihnen nicht mehr umgehen und gehe ihnen lieber aus dem Weg.
Krafträuber und Fazit
Kraft raubt mir im beruflichen wie auch privaten Kontext, wenn Vorgänge und Abläufe langwierig und kompliziert werden, weil die Beteiligten nicht offen miteinander umgehen, so dass ich meine Meinung „frisieren“ muss, um andere Menschen nicht vor den Kopf zu stoßen.
