FWW begrüßt geplante Abschaffung des Fernunterrichtsschutzgesetzes
Gesetzentwurf zur Modernisierung und Entbürokratisierung des Fernunterrichts greift zentrale Forderungen des FWW auf
Paderborn, 3. September 2026 – Das Forum Werteorientierung in der Weiterbildung e.V. (FWW) begrüßt die Pläne des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur grundlegenden Modernisierung und Entbürokratisierung des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG). Der vorliegende Referentenentwurf greift wesentliche Forderungen auf, für die sich das FWW gemeinsam mit anderen Verbänden und Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft seit geraumer Zeit einsetzt.
Im Kern geht es um eine grundlegende Neuordnung des bisherigen Rechtsrahmens: Die Zulassungspflicht für Fernunterrichtsangebote soll entfallen; perspektivisch soll das Fernunterrichtsschutzgesetz abgeschafft werden. Damit könnte ein seit Jahren bestehendes bürokratisches Hemmnis für zeitgemäße Weiterbildungsangebote beseitigt werden.
„Wir sehen die aktuellen Entwicklungen als ein wichtiges Signal für eine moderne und zukunftsfähige Weiterbildungslandschaft“, so FWW-Präsident Stephan Gingter. „Unser langjähriges Engagement zeigt, dass sich fachliche Argumente, gemeinsames Handeln und ein beharrlicher Dialog mit der Politik lohnen.“
Langjähriges Engagement für eine Reform
Das FWW hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit den Auswirkungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes auf die Weiterbildungsbranche auseinandergesetzt. In zahlreichen Stellungnahmen, einer gemeinsamen Petition mit anderen Verbänden und zuletzt in einem gemeinsam mit weiteren Verbänden und Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft erarbeiteten Positionspapier wurde auf den Reformbedarf hingewiesen.
Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden kann, der Verbraucherinnen und Verbraucher schützt, gleichzeitig aber den Entwicklungen moderner digitaler und hybrider Bildungsangebote Rechnung trägt und unnötige bürokratische Hürden abbaut.
Der aktuelle Reformansatz des Bundesministeriums entspricht in wesentlichen Punkten den Empfehlungen, die das FWW gemeinsam mit seinen Partnern vertreten hat. Auch der Nationale Normenkontrollrat hatte sich für eine entsprechende Modernisierung und Entbürokratisierung ausgesprochen.
Referentenentwurf geht in die Abstimmung
Der Referentenentwurf befindet sich nun in der Phase der Meinungsbildung und Abstimmung. Ministerien, Verbände und weitere betroffene Einrichtungen können Stellung nehmen. Die Rückmeldungen sollen bis zum 11. September 2026 gesammelt werden.
Parallel dazu bereiten verschiedene Verbände und weitere Partner ein gemeinsames, abgestimmtes Positionspapier vor, das in den weiteren politischen Prozess eingebracht werden soll.
Für das FWW ist damit ein wichtiger Meilenstein erreicht. Gleichzeitig betont der Verband, dass das Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist.
FernUSG gilt weiterhin
Die aktuelle politische Absicht bedeutet noch keine unmittelbar geltende Rechtsänderung. Dem Referentenentwurf müssen weitere Schritte im Gesetzgebungsverfahren folgen. Dazu gehört unter anderem die Befassung des Bundeskabinetts sowie die anschließenden parlamentarischen Beratungen und die Beteiligung des Bundesrates.
Bis zum Inkrafttreten einer entsprechenden Neuregelung gilt das Fernunterrichtsschutzgesetz daher unverändert weiter.
Das FWW wird den weiteren Prozess aufmerksam begleiten und sich auch in den kommenden Verfahrensschritten für eine zeitgemäße, praktikable und zukunftsfähige Regelung einsetzen.
Stephan Gingter: „Jetzt kommt es darauf an, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Eine moderne Weiterbildungslandschaft braucht verlässliche Rahmenbedingungen, die Qualität und Verbraucherschutz sichern, ohne innovative Bildungsformate durch unnötige Bürokratie auszubremsen.“
Über das Forum Werteorientierung in der Weiterbildung
Das Forum Werteorientierung in der Weiterbildung e. V. (FWW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Organisationen der Weiterbildungsbranche und setzt sich für Professionalität, Qualität und Werteorientierung in der Weiterbildung ein. Es vertritt die Interessen seiner Mitglieder, bringt sich aktiv in fachliche und bildungspolitische Debatten ein und engagiert sich für ethische Standards in der professionellen Bildungsarbeit. Mit dem „Berufskodex für die Weiterbildung“ setzt das FWW Maßstäbe für verantwortliches und werteorientiertes Handeln im beruflichen Kontext.
Download-Material finden Sie unter: https://forumwerteorientierung.de/downloads/
Die Pressemitteilung im Original finden Sie unter: https://forumwerteorientierung.de/pressemitteilungen/
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Pressekontakt:
FWW e.V., Forum Werteorientierung in der Weiterbildung e. V.: Natalia Schiffner, info@forumwerteorientierung.de
